Die Ursprünge von Bungee Jumps gehen auf die Lianenspringer von Pentecôte zurück. Die Lianenspringer von Pentecôte gehören zum Volk der Sa und gelten als indirekte Erfinder des modernen Bungee-Springens. Jedes Jahr zwischen April und Juni stürzen sie sich auf der zu Vanuatu gehörenden Insel Pentecôte von hohen Sprungtürmen in die Tiefe, nur gesichert durch Lianen. Die Sa gehören kulturell und phänotypisch zu den Melanesiern.
Die erste Stelle in der Welt, wo kommerzielles Bungee Jumping angeboten wurde ist die Kawarau Bridge. Die Kawarau Bridge 43 m über dem Fluss ist heute ein Kulturdenkmal. Mir war dies aber zu wenig hoch und wählte die  Nevis Highwire Platform. Mit einer Höhe von 134m über Grund ist sie die dritt höchste Bungee-Jumping-Plattform der Welt. Die Plattform selbst, deren Abmessungen ca. 4m x 4m betragen, hängt unbeweglich montiert an Stahlseilen, die über das Nevis-Tal gespannt sind. Man erreicht sie nur über einen kleinen Transportkorb. Der Fussboden der Plattform besteht teilweise aus Glas, sodass der Aufenthalt in der Plattform schon eine Attraktion darstellt. Die Anlage wird von der Organisation A. J. Hackett Bungee betrieben, deren gleichnamiger Gründer dafür bekannt ist, dass er das Bungee-Springen erstmals kommerziell angeboten hat.
Die Fahrt dauert von der Stadt Queenstown in die Berge etwa 45 Minuten. Im Bus erfuhr ich dann, dass ich der erste sei, der Springen müsse und einen Vorzeigesprung für die anderen zu machen hätte. Mit Filzschreibern wurde meine Identifikationsnummer, den Sprungort und das Gewicht auf meine Handrücken geschrieben, damit es auf keinen Fall zu Verwechslungen kommen kann. Wir fuhren dann mit einer kleinen Gondel zur Plattform raus. Nachdem mir das Seil an den Füssen bestigt wurde ging ich also zur Plattform raus. Ich wollte eigendlich noch runterschauen und mir überlegen, wie ich meinen Sprung machen solle, aber da begann der Guide bereits an von Fünf an rückwärts zu zählen und ich sprang einfach ab als er Null rief. Nach 8 Sekunden freien Fall bremste mich das Gumiseil ab und zog mich sanft noch zweimal hoch. Nachher zogen sie mich mit einer Seilwinde wieder hoch in die Gondel. Leider funktionierte bei mir der Mechanismus zum lösen des Gumiseils an den Füssen nicht, so dass sie mich kopfüber hochziehen mussten. Am liebsten wäre ich gerade nochmals gesprungen. Schau dir doch einfach das Video und die Bilder an.

http://blog.flachmueller.ch/videos/Bungy.flv

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