globi_kleinIch reiste mit dem Bus von Taupo nach Kakaramea zu Beni und Del, sie arbeiten seit drei Wochen als Farmer. Auf dem Weg kamen wir in einen Schneesturm und fuhren über schneebedeckte Strassen.  In Marton musste ich dann umsteigen, aber der Anschlussbus hatte wie meistens Verspätung, dies das war nicht so schlimm, weil Beni gerade am melken war und mich sowieso nicht pünktlich an der Busahaltstelle abholen konnte. Beni war voll im Stress. Das Wetter hatte umgeschlagen und weil sie zuwenig Gras hatten fütterten sie den Kühen Mais. Dies hatte zur Folge, dass einige Kühe zuwenig Mineralien aufnahmen und Milchfieber bekamen. Beni musste dann all diesen Kühen eine grosse Spritze in den Hals verpassen. Wir machten dann in der ersten Nacht zusammen nochmals eine Runde und fuhren mit den Motrorrädern über die Weiden umsicherzustellen, dass es allen Kühen wieder gut geht.
Beni und Del haben ein eigenes sehr schönes Haus mit einer grosszügigen Doppelgarage nebenan.Leider ist der Container mit all den Sachen aus der Schweiz noch nicht angekommen. Es  hat darum nur gerade das nötigste Geschirr und als Messer werden die guten Schweizer Sackmesser verwendet. Bevor ich ankam beschwerte sich Beni per SMS, dass er immer ungetoasteten Toast essen müse, da der Toaster noch im Container sei. Ich fand dann zufällig in einem Geschäft einen Camping-Toaster. Dieser kann auf einen Gaskocher gestellt werden. Beni und Del haben sich riesig gefreut als ich ihnen einen solchen schenkte, er funktioniert auch auf dem Elektroherd.  Zu ihrem Lohn bekommen sie noch Fleisch und Milch. Sie sind für ca. 500 Kühe zuständig die in zwei Herden geteilt sind. Es gibt sehr viele Weiden, die direkt an den Klippen zum Meer enden und man sieht direkt zum Mt Taranaki, welcher oben schon etwas Schnee hat. Auf den Weiden stehen überal Pumpen die Gas oder Öl fördern. Man ist von der Aussenwelt ziemlich abgeschnitten. Beni hat noch keinen Festnetzanschluss und mit dem Handy hat man nur in einer Ecke in der Stube knapp Empfang. Internet gibt es auch keines, da hier ADSL nicht moeglich ist. Wir waren einmal beim Farmbesitzer, er hat einen Internet-Satelitenlink, dieser ist aber sher sehr langsam (Ping-Antwortzeit 2000 ms). Aber das scheint die einzige Moeglichkeit zu sein und Beni wird im Juni ebenfalls einen eigenen Satelitenllink fuer das Internet erhalten.


Der Arbeitstag beginnt für die beiden um 4.30 Uhr um die Kühe von den Weiden in den Melkstand zu treiben und sie dann zu melken. Dies dauert etwa bis 8.00 Uhr. Das selbe spielt sich am Abend zwischen 14.30 Uhr und 18.30 Uhr ab. In der Zeit dazwischen gibt es einen Haufen zu tun. Ich wurde für Holz hacken, Kühe treiben  Zäune erstellen und für die Reinigung des Melkstandes eingesetzt. Es hat richtig Spass gemacht.

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..

Beni und Del arbeiten immer 8 Tage am Stück, dann haben sie zwei Tage frei. Am Wochenende und an Feiertagen müssen sie nur die dringensten Arbeiten mit den Tieren machen, wie z.B. melken. Da ich gleich vor Ostern ankam und sie dann Montag und Dienstag noch ihre Freitage hatten, hatten sie genügend Zeit um sich um mich zu kümmern, so spazierten wir dem Meer den Klippen entlang. Wichtig ist hierbei immer, dass man die Zeiten von Eppe und Flut kennt. Am Ostersamstag gingen wir in das nächste Städchen nach Hawera, da Beni beglaubigte Passkopien erstellen lassen wollte. Wir gingen auf die Post, da wir dachten, dass die dies machen könnten. Die Post kann dies nicht, die freundlichen Frauen sagten uns aber zwei Adressen wo dies möglich sein sollte, aber sehr wahrscheinlich nicht am Samstag. Wir gingen trotzdem zu einer der beiden Adressen und staunten nicht schlecht als wir vor einer Holden und Mazda Garage standen. Eine nette Frau machte dann all die Kopien, stemplte und unterschrieb sie und dies alles kostenlos. Sie wollte nicht mal was für in die Kaffekasse haben. In der Nähe von Benis Hofs fand noch ein 4×4 Extreme Rally statt. Dies mussten wir natürlich gesehen haben, konnten aber nicht lange bleiben da wir rechtzeitigzum melken zurück sein mussten. Es war aber eindrücklich wie sie die verschiedenen Parkours meisterten. Ab und zu überschlugen sich die Fahrzeuge oder blieben im Schlamm stecken.

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..


Nach einer Woche musste ich nun leider bereits wieder weiterreisen, ich waere gerne noch laenger auf der Farm geblieben. Mit dem Bus fuehr ich weiter nach New Plymouth wo ich eine Nacht blieb um dann den Anschlussbus nach Auckland zu nehmen. In New Plymouth war ich in einem Hostel wo es nur Zweierzimmer gibt. Mein Roommaid war ein Kanadier der in Neuseeland als Englischlehrer arbeitet. Er lag die ganze Zeit lesend im Bett. Als ich sagte, dass ich vor dem ins Bett gehen noch ein Bier trinken werde, entschied er sich mitzukommen und wir stürzten beide so richtig ab. Am nächsten Tag hatte ich noch Zeit bis der Bus fuhr und ich wollte auf den Paritutu hochsteigen. Dies ist ein kleiner Berg am am Meer. Laut dem Lonley Planet hätte man 20 min um hochzusteigen und koenne dann die Aussicht auf den Mt Taranaki geniessen. Ich hatte etwa eine Stunde zu Fuss bis zum Berg und musste dann feststellen, dass der Weg hinauf wegen Bauarbeiten gesperrt war. So musste ich wieder eine Stunde zurueck in die Stadt laufen ohne dass ich auf dem Berg war und ging dann ins Museum. Nun war ich noch zwei Tage in Auckland und habe hier Melanie getroffen, welche ebenfalls in Brisbane in der Schule war. Sie startet nun Ihre New Zealand Tour und ich verlasse heute Auckland und werde nach San Francisco weiterfliegen.
Somit werde ich ueber meine Neuseelaendische Handynummer nicht mehr erreichbar sein.

  • Share/Bookmark