GardenWatchCam, mein neustes Spielzeug

By | 19. July 2009

gardenwatchcam_picBereits vor einem Jahr hatte ich die Idee Einzelfotos, die in einem regelmässigen Abstand gemacht werden, zu einem Zeitrafferfilm zusammensetzten zu können. Ich wollte eine Kamera an mein Motorrad montieren um meine zweiwöchige Kroatientour in einem Zeitrafferfilm von ein paar Minuten zu dokumentieren. Du kennst dies sicher noch aus der Schule, als uns der Lehrer mit einem Schwarz-Weiss-Film einen Kirschbaum über vier Jahreszeiten gezeigt hat. Es stellte sich die Frage, wie ich eine Digitalkamera dazu bringen kann, regelmässig ein Bild zu schiessen. Der einzige Weg, den ich damals fand war mittels CHDK, welches eine Firmwareerweiterung für Canon-Kameras ist und ermöglicht eigene Programme auf einer Canon Digitalkameras zu schreiben. Ich schrieb also ein Programm welches automatisch  alle  x Sekunden ein Foto mit meiner Canon IXUS 800 IS machte. Das Problem war aber schlussendlich die Stromversorgung, da der Akku nach spätestens zwei Stunden leer war, da die Kamera ständig eingeschaltet war. Ein Anschluss für eine externe Speisung haben die Canon IXUS nicht, also hätte ich dies irgendwie selbst in das Akkufach reinbasteln müssen und das Projekt wurde vorerst auf Eis gelegt, die Töfftour wurde nicht in einem Film dokumentiert.

Vor drei Wochen fand ich zufällig im Internet einen Hinweis auf die GardenWatchCam der Firma Brinno. Die GardenWatchCam schiesst jede Minute (oder einstellbar mit sieben verschiedenen Zeitintervallen) in Foto. Diese einzelnen Bilder setzt die Kamera automatisch zu einem Film zusammen, den man via USB auf den Computer laden und betrachten kann. Optisch sieht die Kamera aus wie ein Produkt von Gardena. In der Schweiz ist sie zum stolzen Preis von CHF 179.00 bei Crazzystuff erhältlich. Sie wird mit vier normalen AA Batterien welche je nach Bildeinstellung 4-6 Monate halten betrieben. Das Gehäuse ist Wasserfest und der Schärfebereich lässt sich von 50 cm (Makro) bis unendlich einstellen. Als Speicherkarte dient ein handelsüblicher USB-Stick.

Ich habe die letzten zwei Wochen ein paar Versuche mit der Kamera unternommen. So machte ich einen Zeitraffer wärend einer  Autofahrt und einen Slowmotionfilm mit meinem Kollegen im Büro. Der erste echte Einsatz hatte die Kamera aber gestern. Ich wurde von einer Kollegin die gerade ein Haus total umbaut aufgeboten um beim Aufbau der Gartenterrasse zu helfen. Leider war das Wetter wieder Mal richtig mies und wir stampften durch den sumpfigen Garten um die schweren Stahlträger miteineander zu verschrauben. Zwischendurch liebe ich es mich draussen handwerklich zu betätigen, da ich das sonst in meinem Job nicht mache. Zudem ist es immer befriedigend, wenn man schlussendlich stolz vor dem fertigen Produkt steht, auch dies ist in der IT meistens nicht so, da alles immer irgendwo virtuell abläuft. Hier nun also den Zeitraffer vom Aufbau der Gartenterrasse (ich musste Filmqualität etwas verringern um den Film hier auf den Blog zu stellen und habe hierfür das Avi-File mit WinFF in ein Flv-File umgewandelt):

Für das Verlegen des Holzboden auf der Terrasse reichte die Zeit nicht mehr, dies werden wir nächste Woche machen, natürlich werde ich dann wiederum einen Zeitraffer erstellen.

Hier noch die technischen Daten der GardenWatchCam:

  • Kamerasensor: 1.3 Megapixel CMOS
  • Sichtfeld: 54°
  • Schärfebereich: 50 cm bis unendlich
  • Makro: 50 cm scharf mit unscharfem Hintergrund
  • Bildereinstellung: 6 vordefinierte Zeiten, eine selbsteinstellbare
  • 1 min, 5 min, 30 min, 1 Stunde, 4 Stunden, 24 Stunden
  • Alle Fotos zeigen Datum und Zeit der Aufnahme
  • Format: Ein JPEG Bild in einem Ordner plus ein Video AVI Datei
  • Speicherkapazität: 2 GB
  • Stromversorgung: 4 AA Batterien
  • Batterielaufzeit: 4 – 6 Monate, abhängig von der Bildereinstellung
  • Grösse: (BxHxT) 19x9x5 cm
  • Gewicht: 340 g (ohne Batterien)
  • Gehäuse: Wasserfest
  • Zubehör: Spezielle CardenWatchCam Montagepfosten

4 thoughts on “GardenWatchCam, mein neustes Spielzeug

  1. Helena

    Software leider (noch) nicht für Mac-User erhältlich. Die Bilder lassen sich zwar problemlos auf dem Mac abspielen, aber man kann so an der Kamera weder die korrekte Datumseinstellung vornehmen noch einen eigenen Zeitintervall eingeben.
    Habe dem Hersteller mal geschrieben, ob eine Mac-Software irgendwann mal erhältlich sein wird.

  2. Harald

    Für alle die sich eine solche Cam zulegen wollen, denen aber der Preis bei den meisten Anbietern zu hoch erscheint, hier eine Nützliche Info:

    1. http://www.digitec.ch hat die GardenWatchCam (Art. 193418) seit neuem gelistet und zwar für humane CHF 169.-

    2. http://www.toppreise.ch kennt die GardenWatchCam auch, dürft jetzt ja raten wer der Günstigste ist… 🙂

    Viel Spass, ich hab mir sogleich eine bestellt :)))

  3. Erdbeeranbauer

    Danke für den Artikel, er trifft genau das, was mich auch gerade beschäftigt. Auch über CHDK bin ich gestolpert. Mein aktuelles Projekt scheiterte nicht an der Stromzufuhr, wie bei dir. Allerdings habe ich auch nicht das Problem, dass die Aufnahme unterwegs stattfinden soll…
    http://www.erdbeeranbauer.de/?p=2019
    An der Gardencam überlege ich rum, nun sind die 130‚¬ bei Amazon aber auch ein Stück.
    Bist du noch zufrieden mit dem Teil? Und hält die Batterie wirklich so lange???
    Viele Grüße aus dem sonnigen Karlsruhe!

  4. Jürgen

    Schöner Erfahrungsbericht, den ich nur bestätigen kann. Ich habe auch schon einige Tests mit der Gardencam hinter mir und bin voll zufrieden ! Auch die Qualität der Aufnamen im Nahbereich und auf Entfernung sind zufriedenstellend.

    Meine ersten Tests sind hier zu sehen: http://www.foto-krabbelkiste.de/Zeitraffer_Time_lapse.html

    Viele Grüße aus Dortmund, Jürgen

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