Fraser Island

By | 1. February 2009

Morgens um 7.00 Uhr wurden Martin und ich für die dreitägige Tour nach Fraser Island vor der Schule mit einem speziellen 16 plätzigen 4×4-Bus abgeholt.pic_bus000 Zuerst ging es in die City von Brisbane, wo noch viele andere auf die Tour warteten. Schlussendlich waren wir mit drei Fahrzeugen unterwegs, dem Bus und zwei Jeeps. Nach ca. 2 Sunden auf der Autobahn machten wir einen kurzen Halt an einer Tankstelle und unser Fahrer liess dort ziemlich viel Luft aus den Pneus. Dies war das erste Zeichen, dass wir nun andere Strassen antreffen würden. Nach insgesamt 200 km und einem weiteren Halt in Rainbow Beach gings dann mit der Fähre nach Fraser Island. Die Fähren kommen direkt an den flachen Strand und lassen dann eine Rampe runter. Es ist erstaundlich wie nah die Fähren an den Strand fahren können, es scheint, als haben die Fähren keinen Tiefgang, es gibt auch keinen Hafen. Leider sahen wir von der Fähre aus keine der angekündigten Delphine. Auf der Insel angekommen, fuhren wir ein Stückchen dem Strand entlang, dann ging es auf sandigen holprigen Strassen durch den Regenwald. Es war immer wichtig, dass man fest angeschnallt war, ansonsten flog man quer durch den Bus. Wir staunten immer wieder, dass es möglich war mit einem Bus so schlechte Strassen zu befahren. Nachher  fuhren wir mit 80km/h auf dem weissen 120 km langen Strand, dem “Highway” der Insel entlang. Am Strand kann frei campiert werden. Wir sahen viele Hobby-Fischer, die dort ihr Wochenende mit der Familie verbrachten. Teilweise wird der Strand auch als Flugzeugpiste gebraucht. Mann muss in diesen Abschnitten etwas vorsichtiger fahren, da manchmal plötzlich Flugzeuge landen.
Nach einem etwa 20 minütigen Fussmarsch durch den Regenwald erreichten wir einen wunderschönen See. Er lag zwischen dem Regenwald und einer Sandwüste. Wir schwammen ausgiebig im Süsswasser (ich hasse das Salzwasser vom Meer) und sonnten uns im heissen Sand. Der Sand war so heiss, dass man sich ohne Flipflops beinahe die Füsse verbrannte.
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Die Nacht verbrachten wir in einer Unterkunft in der Siedlung  “Eurong” welche mit einem grossen elektrischen Zaun umgeben war, dass keine gefährliche Tiere, vor allem keine Dingos rein konnten, von welchen wir am Strand gesehen hatten. Es hatte einen grossen Pool umgeben von mehreren Häuser mit Zimmern und einem Restaurant indem wir das Nacht- und Morgenessen assen. Zudem hatte es einen überteuerten Shop (ein 6-Pack Bier = 32$) und eine Strand-Bar mit einem weiteren Pool. Den Abend verbrachten wir in der Gruppe und machten mit unseren Tourguides Trinkspiele oder gingen in der dunklen Nacht an den Strand. Unsere Gruppe war sehr lustig und international sehr gut durchmischt mit Deutschen,  Argentieniern, Engländer, SchweizerInnen, Koreaner usw.  Stephanie aus Lausanne versuchte ununterbrochen die Gruppe zu animieren. Dies gelang ihr ganz besonders als sie an einem Abend mit den Kleidern in den Pool der Strand-Bar sprang und dann merkte, dass sie weisse Hosen ohne Unterwäsche trug. Sie fand dies dann selbst nicht so lustig und wartete etwa eine Stunde im Pool bis wir endlich ins Bett gingen. Speziel gefreut hat mich, dass JosÜ© der Clown vom Cirque du Soleil und sein Freund Pablo ein ehemaliger Profi-Volleyball-Spieler in meiner Gruppe waren.
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links stehend Josܩ der Clown vom Cirque du Soleil und rechts sitzend Pablo der ehemalige Profi-Volleyball-Spieler

Am zweiten Tag fuhren wir wieder den unendlich langen Strand entlang zu einem Punkt, von wo aus man Delphine, Haie, Schildkröten und Wale beobachten könnte. Wir sahen leider nur Rochen. Auf dem Weg hielten wir an einer Stelle an, wo wir ganz besonders frisches Wasser direkt von einem Felsen trinken konnten ein ander mal gruben wir aus dem Sand Muscheln aus, welche sich mit einer Zunge gleich wieder im Sand eingruben. Einige davon assen wir. Auf dem Rückweg hielten wir beim Wrack der Maheno. Der ehemalige Luxusliner S.S. Maheno sollte 1935  in Japan verschrottet werden und geriet auf dem Weg dorthin in einen gewaltigen Sturm. Versuche, das auf Fraser Island gestrandete Schiff loszubekommen, scheiterten. Nun ist nur noch das oberste Deck sichtbar. Der Rest des Schiffest versank 15 Meter tief im Sand. Irgendwann wird man es nicht mehr sehen.

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An einer anderen Stelle schwammen wir, während unsere Tourguides das Mittagessen zubereiteten, ein kleines Bächlein hinab direkt ins Meer. Das Wasser war erfrischend kalt und brachte uns die nötige Abkühlung. Nach dem Mittagessen genossen Martin und ich noch einen Rundflug über die Insel in einem Flugzeug, welches gerade am Strand gelandet war.
Am letzen Tag ging es über holprige Strassen durch den Regenwald, wo wir noch eine Tour zu Fuss unternahmen. als letztes badeten wir in einem weiteren Süsswassersee inmiten von weissem Sand. Nachdem unsere Tourguides die Autos zum zigsten Mal betankt hatten, machten wir uns auf den Heimeg nach Brisbane. Die Tour war bis jetzt das Beste was ich in Australien gemacht habe. Wenn Du mal in diesem Teil von Australien sein solltest, kann ich es Dir wärmstens weiterempfehlen. Mehr Infos findest Du bei Sunsetsafaris.
Am Montagabend nach der Schule traf ich mich mit einigen der Fraser Island Tour nochmals in der Southbank in Brisbane zu einem Barbecue, wo ich dann noch Charlotte aus Frankreich kennen lernte …

2 thoughts on “Fraser Island

  1. REI

    Hallo Beat
    Schon ein wenig gruselig, das rostige Skelett von dem Luxusliner……..aber sonst, wunderbare Bilder, lustige Szenen, interessante Berichte, man spürt ganz einfach das Gefühl von Freiheit, Spass und Vergnügen. Geniesse es und lass es Dir weiterhin gut ergehen. Lieber Gruss

  2. sasha

    schön dass du so richtig öppis erläbsch uf dinärä reis. ich chan mir garnöd so richtig vorstellä, dass äs bi dir so heiss isch. da isch äs nämlich immär no sauchalt. jetzt wirds dänn sogar mir bald zvill!
    gnüssäs und chum erst widär wänns da warm isch (susch kriägsch no än schock!)

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